Bericht zum Grünkohlessen 2018

Etwa 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Motorsport folgten unserer Einladung auf das ehrwürdige Gut Basthorst. In stimmugsvoller Atmosphäre konnten wir zahlreiche Ehrengäste begrüßen, zum MSC Trittau kommt man gern. Nachdem alle Gäste ihre Plätze eingenommen hatten konnte unser 1. Vorsitzender Stefan Heer mit der Begrüßung beginnen, zuvor jedoch bedankte er sich im Namen des MSC für die geleistete Arbeit aller Mitglieder und unseren Förderern, bei den Ämtern und Gemeinden und im Besonderen bei den Anwohnern an den Strecken.
Im einzelnen begrüßte er: Den Landrat des Kreises Stormarn Dr. Henning Görtz, den stellv. Bürgermeister der Gemeinde Trittau Peter Lange, die Bürgermeisterin der Gemeinde Steinburg Frau Heidi Hack, den Bürgermeister der Gemeinde Delingsdorf Randolf Knudsen, den Vorstand für Jugend und Sport des ADAC Hansa Adi Schlaak, dessen Kollegen des ADAC Schleswig-Holstein Thorsten Johne, den Geschäftsführer des ADAC Hansa Carsten Bohnensack. Weiter ging es mit dem Projektleiter und Namensgeber des Audi Quattro Walter Treser, dem Rallye Europameister von 1979 Jochi Kleint. Seine Erfolge auf Ford, VW und Opel sind vielen von uns noch gegenwärtig. Simo Lampinen Rallyelegende aus Finnland. Er fuhr während seiner aktiven Laufbahn div. Erfolge ein, z.B. zweifacher Finnischer Rallyemeister, Sieger von drei Rallye Weltmeisterschaftsläufen (seinerzeit gab es noch keine Fahrerweltmeister, nur die Markenweltmeisterschaft), neben VW Käfer (in seinen Anfängen) fuhr er für SAAB und Lancia. Das Langstrecken Rennen von Le Mans bestritt er 1965 in einem Triumph Spitfire und wurde 13. in der ges. Wertung und Klassensieger. Viele Jahre war Simo Rallye Leiter der 1000 Seen Rallye in Finnland. Heute lebt er mit seiner Frau in Hamburg und fand den Weg zum MSC während der Messe Hamburg Motor Classics. Wir sind sehr stolz darauf Simo auch als Mitglied willkommen heißen zu dürfen! Für einen anderen besonderen Gast musste Stefan tief in dessen Geschichte eintauchen: Egon Müller. Ja, genau der Egon Müller. Der wohl „Weltbeste Motorrad Speedwayfahrer aller Zeiten“. Egons Erfolge sind atemberaubend: 785 Rennsiege, 63 Bahnrekorde, 69 (!) Knochenbrüche, 1x Weltrekord auf der Grasbahn, Deutscher Speedway Meister 1979,1981,1983,1984 und 1985. 1983 auch Speedway Weltmeister, Weltmeister auf der Langbahn 1974,1975 und 1978. Das ist nicht nur beeindruckend sondern wohl auch einmalig. Das Feuer in ihm brennt noch immer und das überträgt er leidenschaftlich in seiner Nachwuchsförderung. Außerdem sind die von ihm gebauten Motoren bei vielen Profis heiß begehrt. Ein echter Ausnahmemotorsportler. Und ganz nebenbei „ein Pfundskerl“! Willkommen im Club. Denn auch Egon schrieb sich (freiwillig) in unsere Mitgliederliste ein. Früher oder später kriegen wir wohl wirklich alle…….
Das Who is Who ging weiter mit Torsten Kugler, Leiter der Sportabteilung des ADAC Weser Ems. Vom CCB in HH-Bergedorf kam Simone Grohn. Unser Mann für die Druckarbeiten Jörn Rompel, er macht für uns oft genug unmögliches möglich. In der Liste darf der Hausherr und ebenfalls Mitglied des MSC Enno von Ruffin nicht fehlen. Uwe Meins vom MSC Holstein, Ede Pohlmann vom ASC Breitenfelde, Volker Weber vom Hamburger Motorsport Club, Markus Kruse vom AMC Stormarn. Wolfgang Rohlf Mitglied des MSC seit der Gründung! Unsere Ehrenpräsidenten Erich Günther und Klaus Hartjen. Als „gute Seele“ des Kart und Slalomsports und manchmal auch „Ersatzmutter“ für unseren Nachwuchs Uta Piotrowski. Vom aktuellen Vorstand stellte er Andreas Lütten 2.Vors., Sven Krien Sportleiter und den Schriftwart Claus Winterberg vor. Unsere Kassenwartin Kerstin Heintze war wegen Krankheit leider nicht anwesend.
Diese Aufzählung war lang aber ging dennoch schnell, es war noch Zeit genug bis zum Essen. Also gab Stefan das Mikrofon an den Landrat Herrn Görtz weiter. Wer da glaubt, Politiker würden ohne Humor oder konkrete Worte reden, der sah sich getäuscht. Sehr gern habe er die Einladung des MSC angenommen und sich auf den Abend gefreut. Er erzählte sogar einen kleinen Schwank aus seiner Jugend: „Meine zwei Brüder und ich sind auf dem Land groß geworden und da gibt es viel zu erleben, z.B. bauten wir uns Fahrräder mit denen wir uns auf unserer eigenen Crossstrecke austobten. Am Abend und sichtlich schmutzig sagte unser Vater dann wir sähen aus wie Egon Müller. Und eben dieser sitzt jetzt mit mir an einem Tisch.“ Als sich die Lachmuskeln erholt hatten wurde Peter Lange für ein paar Worte nach vorn gebeten. „Ich will keine große Rede halten, aber soviel muss ich sagen: Wenn der MSC Trittau zum Grünkohl Essen einlädt, hat auch die Freiwillige Feuerwehr Trittau ihren Neujahrsempfang . Und da der Hauptamtliche Bürgermeister der oberste Chef der Feuerwehr ist muss er da natürlich hin. Sehr zu meiner Freude, denn ich muss ihn hier vertreten und mache das sehr gern. Ich treffe hier viele alte Bekannte und Freunde und bin wirklich gern hier.“
Das Essen kam und es war wieder sehr lecker. Für Entspannung nach dem Essen bat Stefan Egon Müller ans Mikrofon. Egon ließ sich nicht lange bitten und fing an zu erzählen. Von seinen Erlebnissen auf den Rennstrecken und von seinen zahlreichen Unfällen. Als er bei einem Vergleichskampf unter den Meistern auf dem Motorrad auf dem Hockenheim Ring, mit Toni Mang, Rolf Witthöft und anderen, auf einer Straßenmaschine zu schnell war und versuchte das Motorrad quer durch eine enge Kurve zu kriegen. Hinter ihm Rolf Witthöft. („Der ist verrückt“, kommentierte dieser später.) Er landete nach dem Sturz da wo er eigentlich nicht hin wollte, im Krankenhaus. Einen Trost hatte er aber: Im Nebenzimmer hatte einst Niki Lauda seine Blessuren auskuriert. Egons Art zu erzählen forderte unsere Lachmuskeln erneut. Sicher hätte er noch mehr von seiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erzählt und wir hätten ihm gern zugehört, aber die Siegerehrung der Youngtimer Challenge stand an. Unter den „sportlichen“ ehrten wir: 1.Andreas Kinder. 2.Lutz Michael Müller, 3.Peter Petersmann, bei den „touristischen“ wurden geehrt: 1.Kerstin und Karsten Käning, 2.Klaus und Oliver Hoffmann, 3.Cornelia und Frank Triebel. (Die ges. Siegerlisten finden Sie auf unserer Homepage.)
Nachdem die Pokale verteilt waren informierte Stefan die Gesellschaft noch darüber, daß es im nächsten Jahr kein Grünkohl Essen geben wird. Der Grund dafür ist einfach: Der MSC Trittau wird 60 Jahre alt und das wollen wir gebührend feiern. Das genaue Datum und der Ort des Geschehens stehen noch nicht fest, wird aber rechtzeitig bekannt gegeben.
Der Abend wurde zur Nacht und es wurden viele Geschichten und Erlebnisse erzählt. Es war wieder ein gelungenes Fest und alle fuhren entspannt und gut gelaunt nach Hause.

Ihr MSC Trittau e.V. im ADAC
Der Vorstand

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