Hamburg Motor Classics 2017 – Bericht

Warum so spät? Diese Frage tauchte auf, im Hinblick auf die 1. Hamburg Motor Classic.

Warum hat Hamburg nicht schon längst eine Oldtimer-Messe dieser Größenordnung? Die Antwort ist einfach: Ohne die Messehallen in der Hansestadt ist dies fast unmöglich. Zusammen mit dem ADAC Hansa wurde diese Lücke jetzt geschlossen, und es wird diese Messe sicher sehr lange in Hamburg geben. Der Termin für 2018: 19.-21.10. (u.Vorbehalt).            

Was lange währt, wird endlich gut. Oder, sehr gut. Und da der MSC Trittau in der Region Hamburgs bekannt ist wie der berühmte Hund, ist es klar, dass wir dabei sein müssen. Wir haben einige Kontakte genutzt und namhafte Größen des Motorsports eingeladen und nach kurzer (!) Zeit stand unser Programm. Zu den Gästen gehörten: Walter Röhrl, Christian Geistdörfer, Jochi Kleint, Gunter Wanger, Rolf Witthöft, Egon Müller (er fungierte auch als Moderator, große Klasse!), Simo Lampinen, Alberto Faria und als Initiator für den MSC Klaus Frieg. Diese Aufzählung ist nicht vollkommen, denn auch als Besucher kamen einige bekannte Motorsportler vergangener Tage an unseren Stand. Selbstverständlich gehören die eigentlichen Stars dieses Events auf die Liste: Die Autos. Ein wunderbarer Nachbau des Pikes Peak Audi Quattro S1 E2, das Original fuhr Walter Röhrl 1987 in Rekordzeit auf den Gipfel.

Der nächste Star auf vier Rädern war der zweimotorige Golf II. Jochi Kleint hatte ebenfalls 1987 am „Race to the Clouds“ in Colorado teilgenommen, mit diesem Golf. Seine Teilnahme hätte ein großer Triumph werden können, wenn nicht ein kleines Teil der vorderen Radaufhängung gebrochen wäre, 400 Meter vor dem Ziel. Bis zur Halbzeit lag Jochi in Führung! Das dritte Auto an unserem Stand war der Opel Ascona B 2000 mit dem Jochi Kleint und Gunter Wanger 1979 die Rallye Europameisterschaft errungen haben, incl. seinem „Elefantentritt“. Tatsächlich hat sich ein Elefant, bei einer Pressekonferenz der Fa. Matter Überrollbügel, mit einem Tritt auf die Kofferraumklappe verewigt. Auf diesem Wege möchten wir uns nochmals sehr herzlich bei OPEL Classic und Volkswagen Classic bedanken. Dafür, dass sie uns diese Museumsstücke zur Verfügung gestellt haben. Rolf Witthöft brachte seine 125er Zündapp mit, die ihn zu div. Meistertiteln trug. All diese Exponate waren in bestechendem Zustand und wurden nicht nur vom Publikum bewundert. Leider konnten wir den Ford Capri Kleint RS 2600 nicht ausstellen. Er steht z.Zt. im Zeithaus in Wolfsburg. Dieses Auto ist der wohl letzte überlebende Capri aus dem Hause „Kleint RS“. Jochis Bruder Erni führte diese Firma und stellte 1972 Walter Röhrl unter Vertrag, um mit ihm und Jochi in der  Rallyeszene mit zu mischen. Mit großem Erfolg.

Unser Clubmitglied Klaus Frieg hat es sich zur Aufgabe gemacht diesen Capri, als Replika des Autos das mit der Startnummer 23 an der „Olympia Rallye 1972“ teilnahm, wieder entstehen zu lassen. Ein Traum von einem Auto, näheres erfahren Sie unter:                         

http://www. wiedergeburt-einer-rallye-legende.de / Dieses Unternehmen wird von Gabi und Herbert Thierbach mit einem eigenen Fan-Club unterstützt. Beide waren ebenfalls in Hamburg und Herbert feierte am Sonntag mit uns sogar seinen Geburtstag, Enthusiasmus pur.

Das Programm lief planmäßig. Am Freitag, nach den Eröffnungsreden hielten unsere Gäste (s.o.) Autogrammstunden ab und führten lange intensive Gespräche mit den fachkundigen Zuschauern. Am Samstag lief es ähnlich, nur ohne Walter Röhrl. Er musste leider schon am Freitag Abend zurück nach Bayern. Die anderen blieben und hatten sichtlich Spaß.

Der Sonntag war etwas ruhiger, das Wetter war sommerlich und das kostet Besucher. Zu hören war aber trotzdem, dass die erwartete Besucherzahl locker übertroffen wurde.

Insgesamt war die Messe ein voller Erfolg. Hamburg zeigte sich von der besten Seite, ohne Regen.

Vielleicht sollte die nächste Veranstaltung im August stattfinden, Sommer=Regen=mehr Besucher.

Wie auch immer: Wir sind sicher auch 2018 dabei.

Zahlreiche Fotos befinden sich in unserer Galerie.

Ihr MSC Trittau e.V. im ADAC

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